Marktgemeinde Gröbming

Geschichte der Marktgemeinde Gröbming

Die Marktgemeinde Gröbming umfasst 6,691 ha und grenzt an ihrer Nordseite unter anderem an das Bundesland Oberösterreich. Der Markt selber liegt auf einer Seehöhe von 776 m. Es wurden bei der letzten Volkszählung 2497 Menschen ermittelt.

Aus der Geschichte wissen wir, dass schon die Römer in dieser Gegend waren (Römerstein in der katholischen Kirche, Sölkpass), später wurde die Region von Slawen und Bajuwaren besiedelt (700 - 1000). Die ersten Höfe sind urkundlich im 11. Jahrhundert entstanden (Eibenthaler, Schörkmayr, ...).
1994 feierte Gröbming das 900jährige Jubiläum und die Übergabe des Gemeindewappens. Im Jahr 1500 wird die mächtige spätgotische Kirche geweiht, besonders sehenswert ist der gotische Flügelaltar, der zumeist als "Apostelaltar" bezeichnet wird. Er ist der größte aller erhalten gebliebenen Flügelaltäre der Steiermark.

In der Reformationszeit war Gröbming ein kleines Refugium für die Anhänger Martin Luthers. Die evangelische Kirche wurde 1850 erbaut. Sie ist die älteste der Steiermark, das Altarbild, welches Christus den Auferstandenen darstellt, ist ein Geschenk des Kaisers Wilhelm von Preußen.
Gröbming hat schon lange ein unverbrieftes Marktrecht, daher gab es auch bis 1848 einen Marktrichter, der vom ersten Bürgermeister abgelöst wurde. Um die Jahrhundertwende begann mit Baron Horstig der Sommertourismus in Gröbming - Stoderzinken. 1902 besuchte Peter Rosegger Baron Horstig am Stoderzinken; um diese Zeit wurde auch das Stoderkircherl erbaut.
Die Käserei Gröbming wurde ebenfalls 1902 gegründet und produziert bis heute ausgezeichnete Käsesorten aus bester Alpenmilch. Während des 2. Weltkrieges beherbergte der Markt tausende Flüchtlinge. Die Südtiroler Siedlung erinnert uns noch heute daran.

Anfang der 60er Jahre wurde der Stoderzinken für den Wintertourismus mit Liften erschlossen. Gröbming entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zum Verwaltungs-, Wirtschafts- und Schulort sowie zum Zentrum der Region Gröbming.
1979 erhält der Markt die große Umfahrung. Um das Ortszentrum vom Schwerverkehr zu entlasten, wurde zwölf Jahre später die sogenannte Nordumfahrung errichtet. Die Ortserneuerung begann im Jahre 1988 und machte Gröbming zu einem der schönsten Märkte unserer Heimat.
Heute ist die Marktgemeinde Gröbming der Standort vieler Klein- und Mittelbetriebe. Veranstaltungen wie die legendäre Ennstal-Classic und die Mineralienbörse machen Gröbming weit über die Grenzen bekannt. Mit neuen und aufgeschlossenen Ideen versuchten die Verantwortlichen die Lebensqualität des Ortes zu bewahren und zu verbessern.

Gemeindewappen seit 1994:
Das durch seine Farbkombination als äußerst freundlich zu bezeichnende Wappen dokumentiert durch seine Symbole in ausdruckvoller Weise die Geschichte und Besonderheit Gröbmings: Die jahrhundertelange rechtliche Sonderstellung als Hofmark wird durch die beiden Lilienstäbe als Zeichen der Rechtsgewalt dargestellt, der Zahnschnitt in Silber dokumentiert die slawische Sprachwurzel "greben" und weist auf unser Gebirge "Kamm" hin und die zwölf Apostelkreuze als Symbol für den als Kulturgut zu bezeichnenden Apostelaltar in der katholischen Kirche geben Zeugnis der besonderen christlichen Verbindung. 

 

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